Sri Lanka Tag 22 und 23

Freitag 27.1.2012

Unseren letzten ganzen Tag beginnen wir ohne jegliche Termine oder Verpflichtungen. Wir joggen gemütlich den Strand auf und ab um dann in aller Ruhe zu frühstücken, dazwischen bleibt noch Zeit unsere Koffer zu packen, wir dürfen ja die letzte Nacht wieder im Surya Lanka verbringen.

Nach dem Mittagessen ziehen wir um und verabschieden uns von unserer Gastgeberin im Secret Bay.
Carmen überlässt ihr unseren Fön und sie freut sich wahnsinnig darüber, ebenso über unser bescheidenes Trinkgeld von 2000 Rupien.
Es wird ein sehr herzlicher Abschied und wir versprechen Fotos zu schicken, gerne gibt Nisansala uns dazu ihre Adresse.

Einen Termin haben wir dann doch noch, wir wollen zwei Tempel besichtigen und haben uns für den Halbtagesausflug eingeschrieben.

Eigentlich soll die Tour um 14.30 Uhr starten, da aber wegen eines Krankheitsfalls einer der Kleinbusse nicht zur Verfügung steht fragt uns der Hotelmanager ob wir vielleicht auch eine Stunde später zur Tour starten würden. Wir sagen zu, so können wir uns nochmal in die Fluten stürzen, ist ja schliesslich das letze Mal für längere Zeit und zudem haben wir dann die Tour exklusiv für uns.
Gesagt, getan. Danach bleibt uns genügend Zeit uns zu stylen bevor es dann auf die Tempeltour geht.

Wir sind mit dem Kleinbus und unserem Fahrer, dem leider einige Zähne fehlen, und dessen Englisch dadurch nur sehr schwer verständlich ist, gut eine Stunde unterwegs bis zu unserem Ziel – Mulgirgala Rock of Ages.

Der über 210 Meter hohe Felsen, zu dessen Fuß ein buddhistisches Kloster liegt, lädt uns und unseren Führer zur Besteigung ein.
Auf drei Plateaus verbergen sich verschieden Höhlen in denen liegende Buddhas neben hinduistischen Malereien friedlich nebeneinander existieren.
Das Alter der religiösen Stätte wird auf 130 v.Chr. datiert.

Der Aufstieg ist sehr schweißtreibend und führt über hunderte von Stufen den Felsen hinauf. Unser Führer wird nicht müde uns die Geschichte dieser Anlage näher zu bringen und auch immer wieder darauf hinzuweisen, dass er extra für uns heute zum zweiten Mal den Aufstieg auf sich nimmt, und das wo er ja schon 61 Jahre alt ist und sein Knie auch nicht mehr will. Um letzteres zu untermauern zeigt er uns seinen Verband am rechten Knie.

Wir zerfließen vor Mitleid und entlohnen ihn am Ende mit 600 Rupien, was knapp vier Euro entspricht. Das fördert sogleich den Heilungsprozess, denn kurz darauf überholt er uns auf dem Rückweg zu unserem Bus wie der geölte Blitz mit dem Fahrrad.

Den zweiten Tempel können wir mangels Tageslicht nicht mehr besichtigen, was wir auch nicht weiter tragisch finden, wir sind nämlich ziemlich fertig von der Bergtour. Sobald man sich etwas mehr bewegt spürt man die hohe Luftfeuchtigkeit doch mehr als einem lieb ist.

Rechtzeitig zum Abendessen sind wir wieder im Hotel, danach geht es zügig in das Bett, weil wir werden schon um vier Uhr morgens abgeholt 🙁

Samstag 28.1.2012

Nach einer kurzen und fast schlaflosen Nacht sind wir zur Abholung in der Lobby bereit. Es wird uns noch ein üppiges Frühstück aufgetischt, vier Bananen und sechs Ingwerkekse.

Kurz vor vier geht es dann los nach Colombo, uns fallen im Bus immer wieder die Augen zu, was eigentlich auch gut so ist, weil dann muss man sich die halsbrecherische Fahrt nicht angucken. Wir rätseln ernsthaft wie der Fahrer durch die völlig verdreckten Scheiben etwas sehen kann, bei entgegenkommenden Fahrzeugen mit Fernlicht ist die Frontscheibe quasi von innen verspiegelt.

Tatsächlich merkt dies auch irgendwann der gute Mann, nämlich kurz vor Colombo und gut zwei Stunden und 150 Km nach unserer Abfahrt.
Mit der Wasserflasche und den Händen wird die Scheibe gereinigt und es geht weiter durch Colombo zum Flughafen. Nach etwas über drei Stunden Gesamtfahrzeit sind wir viel zu früh da.

Wir warten noch fast zwei Stunden bis wir endlich zum Check In dürfen.
Dort angelangt beschließen wir kurzfristig unsere Tickets auf Business Class abzugraden(blödes Denglish). Da wir von unserem Barbudget so gut wie nichts verbraucht haben entscheiden wir uns dazu uns diesen Luxus, womöglich einmalig, zu leisten. Kosten pro Person 550 $. Wir hatten das schon für den Hinflug angefragt, da sagte man uns den gleichen Preis, nur hinten stand kein $ sondern €!

Nun sitzen wir hier in der Business Lounge und tippen diese letzten Zeilen des Sri Lanka Blogs. Dazu schlürfen wir Champagner und haben uns den Bauch am Buffet vollgeschlagen. Dies ist für uns beide die erste Erfahrung im Business Lounge Bereich. Wir sind begeistert, auch wenn uns einiges etwas dekadent vorkommt. Mal sehen wie es dann im Flieger weitergeht.

Lange Tage und angenehme Nächte!

Sascha

Position:Veyangoda Rd,Katunayake,Sri Lanka

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